Myome der Gebärmutter

Myome sind gutartige Tumore der Gebärmutter. Sie können in unterschiedlicher Anzahl und Größe an verschiedenen Stellen in der Gebärmutter gleichzeitig auftreten. Bei etwa einem Drittel aller Frauen sind Myome zu diagnostizieren. Gesundheitliche Beschwerden treten nur selten tatsächlich auf. Gerade Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch leiden oft unter Myomen. Sie können für die Unfruchtbarkeit verantwortlich sein.  

Typische Beschwerden sind:

  • Häufige Menstruationsblutungen
  • Unterbauchschmerzen
  • Häufiger Harndrang
  • Verstopfung
  • Fremdkörpergefühl

Diagnostik

Wenn im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung bei Ihnen Myome diagnostiziert wurden und Sie sich zu einer Entfernung der Myome entschlossen haben, kann Ihr behandelnder Frauenarzt Sie zur weiteren Diagnostik und Therapie in unsere Myom-Sprechstunde überweisen.  
Myome werden im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung bei Ihrem Frauenarzt mit der Sonographie (Ultraschall) festgestellt. Darüber hinaus besteht in unserer Klinik bei Verdacht auf Myome in der Gebärmutterhöhle die Möglichkeit, eine ambulante Spiegelung der Gebärmutterhöhle vorzunehmen. Dabei können wir die Größe und Lage des Myoms feststellen und das weitere operative Vorgehen optimieren.

In einem persönlichen Gespräch werden wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem behandelnden Frauenarzt die geeignete Therapie festlegen.

Therapie

Für die gezielte Entfernung der Myome bieten wir unseren Patientinnen verschiedene operative Therapien an, die stets nach den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Endoskopie von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden. 

Die Auswahl der operativen Therapie hängt letztlich von der Schwere des individuellen Krankheitsbildes und des Krankheitsverlaufes ab. An unserer Klink führen wir vorwiegend laparoskopische Therapien durch, bei denen die Gebärmutter erhalten bleibt. Folgende gebärmuttererhaltende Therapieoptionen werden in unserer Klinik durchgeführt:

  • Endoskopische Myomenukleation: Selbst große Myome werden entweder hysteroskopisch (durch die Gebärmutterhöhle) oder laparoskopisch (über die Bauchhöhle) entfernt.
  • Myomembolisation: Dies ist ein erprobtes interventionell-radiologisches Verfahren. Dabei wird die Blutversorgung des Myoms durch einen gezielten Gefäßverschluss unterbrochen. Die Myome werden so kleiner und die Beschwerden gehen zurück. Die Gebärmutter wird nicht entfernt. Diese Methode ist nur sinnvoll bei nicht mehr bestehendem Kinderwunsch und falls die Gebärmutterentfernung die einzige Alternative darstellt.

Ihr behandelnder Frauenarzt kann Sie zur weiteren Diagnostik und Therapie in unsere Myom-Sprechstunde überweisen, in der wir Sie umfassend medizinisch betreuen und beraten.

Für Fragen (auch bei Zweitmeinung) stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Anmeldung zur Myom-Sprechstunde:

Telefon: 05241-8324-102 (Chefarztsekretariat)