Krampfadern

Krampfadern und Besenreiser treten in sehr unterschiedlichen Erscheinungsbildern bei sehr vielen Menschen auf, wobei die genaue Ursache für ihre Entstehung nach wie vor nicht abschließend geklärt ist. Grundlage bei der Entwicklung von Krampfadern ist aber immer eine Schwäche mit Schlußunfähigkeit der Venenklappen; die betroffenen Venenabschnitte werden dabei insuffizient, so dass man auch von einer „Veneninsuffizienz“ spricht.

Lediglich eine Reihe bestimmter Risikofaktoren für die Entstehung von Krampfadern und Besenreisern läßt sich in Studien belegen, und man schätzt, daß mindestens ein Drittel aller Menschen eine Venenschwäche unterschiedlicher Ausprägung besitzen.

Krampfadern und Besenreiser werden meistens zunächst subjektiv als ästhetisch störend empfunden, häufig besteht jedoch auch bei nur geringen Hautveränderungen bereits eine ausgeprägte Venenschwäche, die sich über  Jahre und Jahrzehnte langsam entwickelt und fortschreitet und daher anfänglich oft nur wenig fassbare Beschwerden verursacht. Manchmal können auch Änderungen der Lebensgewohnheiten, der Berufstätigkeit oder eine Schwangerschaft erstmals zu sichtbaren Veränderungen der Beinvenen oder zu merklichen Beschwerden führen. Unbehandelt können Krampfadern sich zu einem ernsthaften medizinischen Problem, der Krampfaderkrankheit (Varikose), entwickeln, das schließlich nicht selten im „offenen Bein“, dem Ulcus cruris, mündet.

Um das Ausmaß einer Venenschwäche festzustellen oder eine solche auszuschließen, verwenden wir modernste Untersuchungstechniken, in erster Linie die schmerzlose und nicht-invasive Duplexsonographie (Ultraschalluntersuchung).

Sowohl zur Behandlung einer manifesten Venenschwäche mit Krampfaderbildung als auch zur Behandlung kosmetisch störender Besenreiser stehen uns vielfältige Methoden der Behandlung zur Verfügung: von der klassischen Stripping-Operation mit oder ohne Seitenastexhairese über venenerhaltende Maßnahmen (CHIVA-Methode) bis zur minimal-invasiven, kathetergestützten endoluminalen Radiofrequenzablation (RFA). Diese Operationsmaßnahmen können bevorzugt ambulant durchgeführt werden, je nach Ausmaß und Begleiterkrankungen oder individuellen Bedürfnissen aber auch stationär. In manchen Fällen lassen sich die Operationen auch in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchführen.

Bei Besenreisern genügt meist die unter ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführte Verödungsbehandlung/Sklerosierung, die wir bevorzugt als Schaumsklerosierung im Rahmen eines ambulanten Sprechstundentermins durchführen.

Diese Methoden können bei Bedarf auch miteinander kombiniert werden, um beispielsweise das Ausmaß einer erforderlichen Operation so gering und schonend zu halten wie möglich.

Es ist uns wichtig, nach einer differenzierenden Diagnostik ein individuell abgestimmtes differenziertes Therapiekonzept anzubieten, das sowohl dem klinischen Befund als auch den individuellen Patientenbedürfnissen und –vorlieben Rechnung trägt.

Weitere Informationen zum Thema Krampfadern erhalten Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin.