Behandlungsablauf

Beratung in der Sprechstunde:
Wenn Sie eine Einweisung von Ihrem Orthopäden/ Unfallchirurgen oder Ihrem Hausarzt haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der Sprechstunde, in der wir Sie untersuchen und beraten. Möglicherweise kommen für Sie zunächst auch weitere konservative, nicht-operative Maßnahmen wie Krankengymnastik, physikalische Anwendungen oder die Therapie mit Medikamenten und Injektionen in Frage. Wenn durch diese Maßnahmen keine Linderung der Beschwerden mehr erreicht werden kann, sprechen wir mit Ihnen über eine mögliche operative Therapie. Sollten Ihnen Röntgenbilder oder andere Befunde vorliegen, bringen Sie diese bitte mit in die Sprechstunde.

Sollte eine Operation unumgänglich sein, informieren wir Sie bereits zu diesem Zeitpunkt auch über die notwendige Vorbereitung auf die OP, den stationären Aufenthalt und die stationäre oder ambulante Rehabilitation. Natürlich werden wir mit Ihnen auch über den Ablauf einer solchen Operation und den normalen Heilverlauf sowie über mögliche Komplikationen sprechen.

Vorbereitung vor der Operation:
Die notwendigen Voruntersuchungen finden etwa eine Woche vor dem OP-Termin statt. Für alle Patienten wird vor der Operation eine röntgenbildgestützte, detaillierte Prothesenplanung angefertigt. Wir werden mit Ihnen auch erneut über die Operation und die Narkose sprechen. Daneben geben wir Ihnen Hinweise, wie Sie sich auf die Operation gut vorbereiten können und Sie lernen Ihren Krankengymnasten kennen, der Sie nach der Operation betreut mit Ihnen auch schon die ersten Schritte an Gehstützen übt.

Vielleicht haben Sie in den letzten Jahren die zunehmende Diskussion über „Krankenhauskeime“ verfolgt. Durch die intensive Forschung auf diesem Gebiet wissen wir heute, dass viele dieser Keime von den Patienten selbst mit ins Krankenhaus gebracht werden. In großen Studien konnte gezeigt werden, dass die konsequente Hygiene der Patienten zuhause vor der Operation das Risiko für einen Infekt deutlich senkt. Schon eine konsequente Mundhygiene und Duschen mit handelsüblichen Pflegeartikeln vor der OP sowie das Vermeiden von offenen Wunden, Schwellungen der Beine und Rauchen senkt das Risiko erheblich. Zusätzlich können desinfizierende Pflegemittel (z.B. Polihexanid oder alkoholische) eingesetzt werden. Diese sind sowohl in Apotheken, als auch über Internet-Versand problemlos erhältlich.

In der Nacht vor der Operation können Sie noch zu Hause schlafen. Am Tag zuvor erhalten Sie die genaue Information aus dem Klinikum, zu welcher Uhrzeit Ihre Operation geplant ist. Ab 22 Uhr am Vorabend der Operation sollten Sie nicht mehr essen, trinken oder rauchen. Genaueres klären unsere Anästhesisten (Narkoseärzte) im ambulanten Vorgespräch mit Ihnen.

Die stationäre Aufnahme findet morgens am Tag der geplanten Operation statt. Dazu melden Sie sich bitte in der Zentralen Patientenaufnahme im Eingangsbereich des Klinikums (hier finden Sie weitere Informationen zur Patientenaufnahme sowie eine Checkliste der wichtigsten Unterlagen, die Sie unbedingt mitbringen sollten). Nach der stationären Aufnahme gehen Sie in die Räumlichkeiten der OP-Vorbereitung. Hier geben Sie Ihr Gepäck ab, ziehen sich für die OP um, erhalten Ihr Bett und werden von den Schwestern dieses Bereiches für die Operation vorbereitet. Der aufnehmende Arzt kontrolliert noch einmal Ihren Gesundheitszustand, untersucht und markiert das OP-Gebiet und beantwortet gerne eventuell offen gebliebene Fragen.

Aus dem Bereich der OP Vorbereitung werden Sie über eine Schleuse direkt in den OP Bereich gebracht. Ihr Gepäck bringen wir in Ihr Zimmer auf Station 3. Bitte lassen Sie keine Wertsachen in Ihrem Gepäck. Wenn möglich, bringen Sie bitte keine Wertsachen mit zur OP in unser Krankenhaus. Sollte sich dies nicht vermeiden lassen, so hinterlegen Sie bitte Ihre Wertsachen beim Betreten des Krankenhauses an der Pforte im Safe.

Nach der Operation:
Aus dem OP Bereich werden Sie über eine Schleuse in den Aufwachraum gebracht. In seltenen Fällen kann auch ein kurzer Aufenthalt auf unserer Intermediate Care oder Intensivstation notwendig werden. Wenn Sie sich ausreichend von der Operation und der Narkose erholt haben, bringen wir Sie in Ihr Zimmer auf Station 3.

Für die meisten Patienten beträgt der Krankenhausaufenthalt (je nach Art und Umfang des operativen Eingriffs) zwischen sechs bis zehn Tagen. Am 1. Tag nach der Operation beginnt in der Regel die Physiotherapie durch unsere Therapeuten im Haus. Unsere Pflegetherapeuten helfen Ihnen, bei den Tätigkeiten des Alltags und der Körperpflege Ihre Selbständigkeit so schnell wie möglich wieder zu erlangen. Ihr gesamter Heilverlauf wird durch ständige Visiten von unseren Ärzten überwacht.
Mit jedem Patienten führen wir vor der Entlassung aus dem Klinikum ein Gespräch, bei dem u.a. der aktuelle Genesungsprozess, eventuelle Besonderheiten sowie die weitere Nachsorge besprochen werden.

Weitere Informationen zu Ihrem Klinikaufenthalt erhalten Sie hier.